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Wie bleiben Besuche in städtischen Kultureinrichtungen für alle Bürger erschwinglich? verfasst von arthysterian (Unternehmen) in Culture & Art / Finanzierung

Städtische Eigenbetriebe im Bereich Kultur, beispielsweise Oper oder Gewandhaus, werden von der Kommune finanziell unterstützt. Leider ist es eine Tatsache, dass die Finanzlage vieler Kommunen, so auch in Leipzig, sich nicht zum Besseren entwickelt – im Gegensatz, es wird zusehends schwierig, die Eigenbetriebe mit den benötigten finanziellen Mitteln auszustatten, um beispielsweise mit steigenden Tariflöhnen mitzuhalten.

Der Theater-, Konzert- oder Opernbesuch muss jedoch unbedingt für Bürger aller Schichten und Einkommensklassen bezahlbar sein. Das Finanzierungsproblem durch Erhöhungen der Preise für Eintrittskarten zu lösen ist somit ausgeschlossen.

Welche Möglichkeiten sind denkbar, damit Kultureinrichtungen in städtischer Hand trotz steigender Kosten Menschen aller Schichten anziehen und Eintrittskarten bezahlbar bleiben?

#Kunst #Kultur #Eigenbetrieb #Teilhabe #Oper #Gewandhaus #Leipzig #Finanzierung #Theater #Konzert #Oper #arthysterian

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verfasst
von Lerevia

Ich könnte mir eine Art Patenschaftsprogramm vorstellen: Große lokal ansässige Unternehmen wie die Stadtwerke oder BMW übernehmen für einen Zeitraum x eine Patenschaft. Es funktioniert wie Sponsoring: Das Gewandhaus z.B. hat zusätzliche Einnahmen; das Unternehmen den CSR-Effekt. Das Geld wird ausschließlich "für bezahlbare Eintrittskarten" verwendet, d.h. beispielsweise ein bestimmter Prozentsatz vom Unternehmen getragen.
Hier könnte ich mir außerdem eine Staffelung vorstellen, denn die Frage ist ja auch: Wer ist bereit was zu bezahlen? Und wer hat überhaupt das nötige Geld dafür?
Ein Rechenbeispiel könnte sein: Für Studis und Inhaber eines Sozial-Passes übernimmt das Unternehmen 20 % für eine einfache Karte. Für alle anderen einfachen Karten 10 %. Je besser die Plätze werden, desto geringer wird der Prozentsatz der Übernahme bis hin zu den besten Plätzen, bei denen die Patenschaft nicht greift (bis auf einzelne, die im Vorfeld wie beim Sparpreis der Bahn online gekauft werden können und so einen EarlyBird-Rabatt haben).

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von Tensing (Admin)

Wir muessen uns klar dazu bekennen, dass Kultur ein Teil unserer Gesellschaft ist. Dies voraus gesetzt ist die Finanzierung einfach sicherzustellen.
Die schwierige Frage ist jedoch: welchen Anteil am "Erleben unserer Gesellschaft" haben diese Einrichtungen im Vergleich zu: Fussballstadien, Parks, anderen / neuen Events?
Neben der Frage, ob man sich etwas leisten kann (und in Deutschland koennen wir es definitv) muessen wir uns fragen, ob die Verhaeltnisse stimmen. Man stelle sich vor, wieviel man bewegen koennte, wenn es neben dem Gewandhaus mit einem Bruchteil seiner Kosten ein Gruenderzentrum bauen koennte mit der Bedingung, dass die entstehenden Unternehmen dann wieder einen Kulturbeitrag bezahlen...
Unsere Kunst- und Kulturlandschaft ist, bedingt durch die vielen talentierten und exzellenten Kuenstler, entsprechend teuer. Bei aller Wertschaetzung fuer unsere kulturellen Werte darf man fragen, ob die Angebote nicht auch effizienter bereitgestellt werden koennen.
Umgekehrt ist es mal eine gute Frage, ob ein Opernhaus nicht mehr und anderes leisten kann als (sagen wir mal etwas flapsig) Musik. Was kann so ein Ensemble fuer andere Werte schoepfen, die auch bezahlt werden? Firmen geben eine Menge Geld dafuer aus, ihren Veranstaltungen einen spektakulaeren Rahmen zu geben. Wenn man das dann noch steuerlich incentiviert (weil es die Gesellschaft will), dann haengt man nicht nur von Ticketgeldern ab, die wiederum erschwinglich bleiben muessen.

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2 Kommentare
Die Verhältnisse stimmen sicher. Ich würde jedenfalls nicht von diesen kulturellen Einrichtungen abrücken, nur weil die Mehrheit eher zum Fußball geht. Die Idee eines Gründerzentrum wiederum finde ich interessant. Aber inwiefern soll ein Ensemble andere Werte schöpfen? Meinst du, indem sie nicht nur ihre normalen Auftritte spielen sondern für Events buchbar sind?
Susanne (Community Manager)
... ja, man sollte sie buchen koennen wie andere "Entertainer ;)" auch.
Tensing (Admin)
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von Kristina

Eine Kulturabgabe für alle mittelständischen und großen Unternehmen, die in Leipzig (städtisch oft extrem gut subventioniert) gebaut haben und hier Gewinne abschöpfen. Und ein vergünstigtes Kulturticket für jeden Mitarbeitenden, das ihn berechtigt, in Oper, Gewandhaus, Schauspiel und Co. zu gehen. Die daraus entstehenden Gewinne könnten teilweise für die Finanzierung der vielen kleineren aber genauso wichtigen Kultureinrichtungen die so typisch für Leipzig sind, mitverwendet werden.

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3 Kommentare
Ich persönlich finde das eine sehr gute Idee. Gerade die vergünstigten Mitarbeitertickets lassen mich ein wenig an Tickets für den ÖPNV denken, die in manchen Unternehmen ausgeteilt werden. Allerdings stelle ich es mir schwierig vor, diese Abgabe tatsächlich bei Unternehmen durchzusetzen. Vermutlich würde es sehr lange dauern, bis es hierzu überhaupt einen politischen Entschluss geben würde. Vermutlich muss zusätzlich zur Finanzierung der Kulturstätten auch eine größere Aufmerksamkeit bei der Bevölkerung generiert werden.
Susanne (Community Manager)
Gute Idee. Könnte allerdings am politischen Willen scheitern...
Lerevia
Ein wenig habe ich diese Befürchtung auch. Wobei es sich ja um städtische Eigenbetriebe handelt und der Stadtpolitik eigentlich an einer Lösung gelegen sein sollte bzw. sicher auch ist. Aber es würde vermutlich zu langwierigen Diskussionen führen.
Susanne (Community Manager)
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Lösung picture verfasst
von Lerevia

Ich könnte mir eine Art Patenschaftsprogramm vorstellen: Große lokal ansässige Unternehmen wie die Stadtwerke oder BMW übernehmen für einen Zeitraum x eine Patenschaft. Es funktioniert wie Sponsoring: Das Gewandhaus z.B. hat zusätzliche Einnahmen; das Unternehmen den CSR-Effekt. Das Geld wird ausschließlich "für bezahlbare Eintrittskarten" verwendet, d.h. beispielsweise ein bestimmter Prozentsatz vom Unternehmen getragen.
Hier könnte ich mir außerdem eine Staffelung vorstellen, denn die Frage ist ja auch: Wer ist bereit was zu bezahlen? Und wer hat überhaupt das nötige Geld dafür?
Ein Rechenbeispiel könnte sein: Für Studis und Inhaber eines Sozial-Passes übernimmt das Unternehmen 20 % für eine einfache Karte. Für alle anderen einfachen Karten 10 %. Je besser die Plätze werden, desto geringer wird der Prozentsatz der Übernahme bis hin zu den besten Plätzen, bei denen die Patenschaft nicht greift (bis auf einzelne, die im Vorfeld wie beim Sparpreis der Bahn online gekauft werden können und so einen EarlyBird-Rabatt haben).

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1 Kommentar
Ein Patenschaftsprogramm klingt auch spannend, da es freiwillig wäre aber die Unternehmen dieses freiwillige Engagement natürlich sehr gut nutzen könnten, um positiv auf sich aufmerksam zu machen - und das noch mal auf einem ganz anderen Kanal. Im Zoo beispielsweise gibt es ja auch Patenschaften von Unternehmen für Tiere. Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, dass es einige negative Stimmen geben könnte, die einwenden würden, dass Unternehmen womöglich versuchen, Einfluss auf den Spielplan auszuüben und mit Rückzug aus dem Programm "drohen" könnten. Die Einnahmen dürften also den eigentlichen Spielbetrieb nicht zu sehr absichern.
Susanne (Community Manager)
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