Bitte einloggen


muss ausgewählt werden

Wie können Museen und Ausstellungsräume Kinder noch mehr für Kunst begeistern? verfasst von arthysterian (Unternehmen) in Culture & Art / Besucherservice

Werke der bildenden Kunst sind ein wichtiges Kulturgut. Sie regen zum Nachdenken an, spiegeln den Zustand der Gesellschaft wider und schreiben so Geschichte mit. Aus diesem Grund werden Kinder im schulischen Kunstunterricht an bedeutende Künstler und Werke der bildenden Kunst herangeführt. Dies geschieht entsprechend des Lehrplans. Insbesondere in den ersten Schuljahren ist der Kunstunterricht zu einem großen Teil praktisch ausgelegt. Die dabei behandelten Themen orientieren sich altersgerecht größtenteils noch an den Jahreszeiten oder Festtagen im Jahreslauf. In den späteren Schuljahren nimmt auch die kunsthistorische Bildung einen größeren Teil des Unterrichts ein und theoretisch erlangtes Wissen zu Künstlern, Kunstwerken und Epochen wird in die Praxis übertragen.

Für Museen und Kunstvereine gehört ein kunstpädagogisches Programm, insbesondere für Kinder, mittlerweile ebenfalls zum guten Ton. In vielen Häusern gibt es eigens angestellte Kunstpädagoginnen und Kunstpädagogen, die den jungen Besuchern die ausgestellten Kunstwerke und die Künstler, die sie schufen, näherbringen sollen. Dies geschieht nicht nur durch speziell für Kinder konzipierte Ausstellungsführungen sondern ebenso mit Hilfe wohldurchdachter praktischer Projekte. Auch wenn viele der Angebote in den Ferien oder am Nachmittag stattfinden, so sind es zumeist doch schulische Wander- oder Projekttage, durch die Kinder in die Museen gelangen.

Welche – vielleicht sogar technischen – Möglichkeiten sind nun aber denkbar, um Kinder auch über den Kunstunterricht und kunstpädagogische Projekte hinaus für Museumsbesuche zu begeistern? Wie sollte sich ein Ausstellungsort ausrichten, um auch für junge Besucher attraktiv zu sein?

Vor diesen und ähnlichen Fragen stehen aktuell zahlreiche Museen und Ausstellungsräume, nicht zuletzt auf Grund rückläufiger Besucherzahlen. Es ist daher dringend geboten, auch die heranwachsende Generation frühzeitig für Ausstellungen zu begeistern.

#Kunst #Museum #Ausstellung #Kunstverein #Schule #Kinder #Besucher #Kunstpädagogik #Begeisterung #Vermittlung #arthysterian

Diese Challenge wurde zuletzt geändert.
0 Kommentare
Challenge folgen
Mini
beantwortet die Challenge
verfasst
von SWiller

Ich denke besonders der Spieltrieb sollte angeregt werden.

Da digitale Medien immer mehr auf dem Vormarsch sind, hat nahezu jedes Kind ein Smartphone oder ähnliches. Für diejenigen die keines haben, könnten Leihgeräte angeboten werden. Zusammen mit einem funktionierenden Freifunknetz könnten interaktive Apps geladen und bespielt werden.

Ein Idee wäre z.B. die Lösung eines Kriminalfalles. Ähnlich wie bei einem Rollenspiel sind die Kinder Detektive die einen Fall lösen sollen. Das Ganze sollte interaktiv und mit verschiedenen Szenarien gestaltet sein, sodass die Entscheidungen der Kinder zu immer anderen Enden führen. Damit haben nicht alle den selben Fall bzw. dasselbe Ende.

Spiele wie Pokemon Go haben gezeigt, dass besonders der direkte Einbezug des Umfeldes ein Spiel spannend macht. Insofern wäre es gut, wenn die Handys und deren Kameras wie ein Sucherglas genutzt werden können. Man geht mit dem Handy durch die Räume und findet versteckte Hinweis die z.B. auf dem Handybildschirm aufleuchten. Das sieht sonst niemand, außer dem kleinen Detektiv der das Handy in der Hand hat. Man könnte ebenso Charaktere als tatsächliche Figuren einbauen, die das Kind begleiten.

Die Hinweise können direkt aus Kunststücken bestehen oder nur einen Teil des Bildes einbeziehen, sodass man sich alle Kunstwerke wirklich genau ansieht. Je nach Fallszenario könnten immer andere Kunstwerke einbezogen werden. Gleichzeitig kann akkustisch durch die App eine kleine Erklärung erfolgen oder der interakte Begleiter erzählt etwas zu dem Kunstwerk und bezieht die Fakten immer gleich in den "Fall" mit ein.

So wird die Spannung aufrecht erhalten und gleichzeitig gehen die Kinder mit offenen Augen durch die Räume und merken sich Dinge zu den Kunstwerken, da sie sicher den "Fall" lösen wollen.

Small
Dateien hier her bewegen oder klicken um Dateien oder Bilder hochzuladen
Sortieren: Datum Punkte
3
Punkte
picture verfasst
von AlexW

Kinder begeistert man mit Spielen. Ergo wäre es äußerst sinnhaft, die Tour durch das Museum in einem gut gemachten Smartphonespiel zu verstecken, bei dem am Ende auch spannende Preise winken. Ich stelle mir vor, wie man anfangs einfach nur ein Bild finden muss, dort einen QR-Code findet, der ein oder zwei Sachen zum Stil und Künstler erklärt und man dann ein anderes Kunstwerk von ihm im Museum finden muss. Nebenbei könnte man, je nach Alter des Nutzers, ein passende Geschichte erzählen.
Alternativ könnte man jedes Kunstwerk über eine App auch einfach digital zu Leben erwecken und es dem User seine Geschichte selbst erzählen lassen.

Diese Antwort wurde zuletzt geändert.
4 Kommentare
Deine Idee gefällt mir sehr gut! Da steckt meiner Meinung nach ein hohes Potenzial drin. Mir stellt sich allerdings die Frage, ob jedes Kind dafür ein eigenes Gerät (bzw. das der Eltern) mitbringen müsste. Es gibt nach wie vor viele Haushalte, in denen weder Smartphone noch Tablet vorhanden sind. Ausreichend Leihgeräte im Museum vorzuhalten wäre jedoch ebenfalls kostenintensiv... Das zu lösen, stelle ich mir gerade noch etwas problematisch vor - aber nicht unlösbar. Vielleicht hast du dazu noch eine Idee?
Susanne (Community Manager)
Ja, jedes Kind mit einem eigenen Gerät. Mehr als 10 Leihgeräte werden wohl kaum nötig sein und 5 davon erhält man sicher über eine Förderung. Die Zahl der jungen Familien ohne Smartphone wird immer kleiner. Wenn man die Idee weiter in die Zukunft treibt, dann könnte man die Museumstouren auch via VR-Brillen über die Homepage des Museums zugänglich machen. Leider haben aktuell die wenigsten eine. Wäre aber auch eine schöne Idee für ein Kunstwerk, wenn man lokal im Museum vor einem Kunstwerk ein paar VR-Brillen installiert und dann im Gemälde bzw. Kunstwerk virtuell spazieren gehen könnte.
AlexW
Über VR-Brillen hatte ich auch schon einmal nachgedacht. Das klingt extrem spannend.
Susanne (Community Manager)
Und ja, es stimmt natürlich, inzwischen besitzen die meisten Familien Smartphones und mit einem wirklich guten Konzept könnten auch geförderte Geräte beschaffbar sein.
Susanne (Community Manager)
Mini
0
Punkte
Lösung picture verfasst
von SWiller

Ich denke besonders der Spieltrieb sollte angeregt werden.

Da digitale Medien immer mehr auf dem Vormarsch sind, hat nahezu jedes Kind ein Smartphone oder ähnliches. Für diejenigen die keines haben, könnten Leihgeräte angeboten werden. Zusammen mit einem funktionierenden Freifunknetz könnten interaktive Apps geladen und bespielt werden.

Ein Idee wäre z.B. die Lösung eines Kriminalfalles. Ähnlich wie bei einem Rollenspiel sind die Kinder Detektive die einen Fall lösen sollen. Das Ganze sollte interaktiv und mit verschiedenen Szenarien gestaltet sein, sodass die Entscheidungen der Kinder zu immer anderen Enden führen. Damit haben nicht alle den selben Fall bzw. dasselbe Ende.

Spiele wie Pokemon Go haben gezeigt, dass besonders der direkte Einbezug des Umfeldes ein Spiel spannend macht. Insofern wäre es gut, wenn die Handys und deren Kameras wie ein Sucherglas genutzt werden können. Man geht mit dem Handy durch die Räume und findet versteckte Hinweis die z.B. auf dem Handybildschirm aufleuchten. Das sieht sonst niemand, außer dem kleinen Detektiv der das Handy in der Hand hat. Man könnte ebenso Charaktere als tatsächliche Figuren einbauen, die das Kind begleiten.

Die Hinweise können direkt aus Kunststücken bestehen oder nur einen Teil des Bildes einbeziehen, sodass man sich alle Kunstwerke wirklich genau ansieht. Je nach Fallszenario könnten immer andere Kunstwerke einbezogen werden. Gleichzeitig kann akkustisch durch die App eine kleine Erklärung erfolgen oder der interakte Begleiter erzählt etwas zu dem Kunstwerk und bezieht die Fakten immer gleich in den "Fall" mit ein.

So wird die Spannung aufrecht erhalten und gleichzeitig gehen die Kinder mit offenen Augen durch die Räume und merken sich Dinge zu den Kunstwerken, da sie sicher den "Fall" lösen wollen.

Diese Antwort wurde zuletzt geändert.
3 Kommentare
Mir gefällt deine Idee sehr gut. Allerdings frage ich mich, ob die Kinder mehr oder weniger allein das Museum erkunden würden oder in einer Gruppe, die von einem oder mehreren Kunstpädagogen geführt wird. Ich könnte mir vorstellen, dass jüngere Kinder vielleicht noch überfordert sein könnten, wohingegen ältere sich vielleicht schnell mit anderen "Spielmöglichkeiten" ihres digitalen Begleiters auseinandersetzen und anderweitig ablenken. Hast du dazu vielleicht noch eine Idee?
Susanne (Community Manager)
Ich denke, dass man ja nach Alter verschiedene Schwierigkeitsstufen einbauen kann. Einen Kunstpädagogen würde ich eher situationsbedingt hinzuziehen, wenn die Aufmerksamkeit nachlässt und nicht als "Standartviariante" immer mitnehmen. Es hängt sicher viel an der Affinität zu neuen Medien und ob diese Variante die neuen Medien zu nutzen alle Kinder interessiert. Insofern ist es denke ich sinnvoll beide Varianten (online und offline mit Kunstpädagoge) anzubieten. So kann auf jede Gruppe individuell eingegangen werden und das Lernerlebnis wird den Kindern angepasst.
SWiller
Verschiedene Schwierigkeitsstufen sollten auf jeden Fall vorhanden sein, da stimme ich dir zu.
Susanne (Community Manager)
Mini